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Plama-pur BH

Dichte und Härte des Schaums richtig wählen

Fachwissen10. August 2026

Die Dichte sagt, wie lange ein Schaum hält, die Härte, wie er sich anfühlt - in Anfragen werden beide regelmäßig verwechselt. Ein Leitfaden mit Tabelle nach Anwendung.

Wenn Kunden Schaum beschreiben, sagen sie fast immer „fest" oder „weich". Doch zwei Schäume gleicher Härte können sich nach einem Jahr Nutzung völlig unterschiedlich verhalten - denn für die Haltbarkeit ist eine andere Größe zuständig: die Dichte.

Dichte ist nicht Härte

Dichte (kg/m³) sagt, wie viel Material in einem Kubikmeter Schaum steckt. Sie bestimmt die Haltbarkeit: Widerstand gegen bleibende Verformung, Verhalten unter dynamischer Last und Lebensdauer. Härte (CLD, kPa) sagt, welcher Druck nötig ist, um den Schaum zu stauchen - sie bestimmt Gefühl und Stützkraft.

Beide Achsen sind technologisch unabhängig: Es gibt weiche Schäume hoher Dichte (extrem haltbar, komfortabel) und feste Schäume niedriger Dichte (anfangs stabil, verlieren aber schnell an Höhe).

Richtwerte nach Anwendung

AnwendungDichte (kg/m³)Härte CLD (kPa)
Möbelsitze, täglicher Gebrauch30–403.5–5.0
Lehnen und Armlehnen21–302.0–3.5
Matratzen - Tragschicht30–502.5–4.5
Akustikauflagen25–301.5–2.5

Die Werte sind Richtwerte - die endgültige Wahl hängt von Teiledicke, Auflage und erwarteter Last ab.

Faustregel

  • Dichte nach Nutzungsintensität wählen: je öfter und stärker belastet, desto höher die Dichte.
  • Härte nach Funktion wählen: Körperstütze, Formrückstellung, Produktschutz.
  • Bei dünnen Teilen (unter 40 mm) eine Stufe fester - dünner Schaum „schlägt durch".

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