PU-Recycling und Rebond - die zweite Karriere der Schnittreste
Fachwissen10. März 2026
Der Konturschnitt hinterlässt einen erheblichen Anteil Reste - und die landen nicht auf der Deponie. Wie Rebond entsteht und wo Verbundschaum „echten” Schaum schlägt.

Jede Schaumverarbeitung hinterlässt Reste: Blockränder, Probeschnitte, Konturabfälle. In der Weichschaumindustrie hat dieses Material eine etablierte zweite Karriere.
Rebond - mechanisches Recycling, das funktioniert
Der Prozess ist einfach und industriell ausgereift:
- Reste werden zu Granulat von wenigen Millimetern zerkleinert.
- Das Granulat wird mit PU-Bindemittel gemischt und in einer Form verpresst.
- Es entsteht ein Block von 60–120 kg/m³ - um ein Mehrfaches dichter als der Ausgangsschaum - der wie jeder andere geschnitten wird.
Rebond-Blöcke erkennt man an der bunten Struktur, denn das Granulat stammt aus Schäumen verschiedener Farben.
Wo Rebond den Primärschaum schlägt
- Sportböden: Fitnessstudios, Turnhallen, Schutzauflagen - die hohe Dichte liefert eine Stoßfestigkeit, die Primärschaum nicht wirtschaftlich erreicht.
- Bodenunterlagen: unter Laminat und Teppich, als Schall- und Wärmedämmung.
- Vibrationsisolierung von Maschinen und Anlagen.
- Sitze mit sehr hoher Traglast.
Weitere Wege für PU-Abfall
- Energetische Verwertung - kontrollierte Verbrennung mit Energienutzung, für mechanisch nicht rezyklierbares Material.
- Chemisches Recycling (Glykolyse) - Rückspaltung des Schaums in Polyolkomponenten; eine industriell reifende Technologie mit ersten kommerziellen Anlagen in Europa.
Was das für Kunden bedeutet
Ihr Schnittabfall muss kein Kostenfaktor sein: Für größere Konturabfallmengen lässt sich eine Materialrücknahme vereinbaren. Und verträgt Ihr Produkt Rebond, bekommen Sie dichteres Material zum niedrigeren Preis - fragen Sie uns, ob Ihre Anwendung passt.
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